Ein untreuer Mann kauft seiner Frau einen Blumenstrauß für 350 Dollar, während sie mit seinem besten Freund, der ihr Geliebter ist, und dessen Frau, seiner Exgeliebten, in einem Lokal auf ihn wartet. Eine Schulinszenierung des «Mittsommernachtstraums» endet in einer Orgie. Ein trauriger Kunstlehrer fährt in die Berge, um dort die Gemälde seiner Exfreundin zu entsorgen - Antrim findet bei seinen Expeditionen in psychologische Grenzbereiche stets das Komische im tragischen Alltag. Die Figuren seiner meisterhaften Storys sind verzweifelt, lebenshungrig und bedürftig nach Liebe.
Dieser Autor nähert sich tastend und behutsam seinen Sujets und ist gleichzeitig mit einer Souveränität am Werk, dass man manche Sätze mindestens fünfmal lesen will, nur um ihren Klang und ihrer gedanklichen Tiefe nachzulauschen. Er ist ein derart großer Stilist, dass der sprachliche Glanz wie ein matter Firnis über dem Dargestellten schimmert. Antrim kann auf zehn Seiten ein Schicksal in die feinsten Ingredienzien auflösen, in Duft, Schall, Ahnung und Anspielung.