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Iwan Heilbut wurde 1898 in Hamburg geboren, 1928 erscheint im Horenverlag sein erster Roman Triumph der Frau, der ein literarischer Erfolg wird. 1932 publiziert der Ullstein Verlag den Roman Frühling in Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird Heilbut vorübergehend inhaftiert, ihm gelingt die Flucht und er lässt sich in Paris nieder. Mit Beginn des 2. Weltkriegs wird er in Paris ein erstes Mal interniert. Nach seiner Freilassung im August 1940 gelingt es Heilbut sich gemeinsam mit seiner Frau Charlotte und ihrem Sohn nach Marseille durchzuschlagen. Nach der Flucht über die Pyrenäen erreicht er im September 1940 mit seiner Familie Lissabon, von wo aus sie sich in Richtung USA einschiffen lassen. Sein im Exil entstandener Roman Zugvögel/Die Überlebenden erscheint 1943 in stark gekürzter Form. 1950 kehrt Heilbut nach Deutschland zurück, es gelingt ihm wie so vielen nicht, an seine schriftstellerischen Erfolge der Weimarer Zeit anzuknüpfen. Peter Graf, geboren 1967, leitet den Verlag "Verlag Das Kulturelle Gedächtnis" und die Verlagsagentur "Walde+Graf". Ein Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit ist die Suche nach vergessenen Texten, um sie heutigen Leserinnen und Lesern neu zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wiederveröffentlichung deutschsprachiger Exil-Literatur und die Herausgabe von Romanen, Erzählungen und Tagebüchern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. |