In ironischer Phantastik schildert Kreisler bzw. Hoffmann die musikalischen Verhältnisse seiner Zeit und spart nicht an Gesellschaftskritik, die manches Schmunzeln auslöste, manchmal aber auch nachdenken ließ - denn was ist Musik heute (geld)wert?
"Johannes Kreislers, des Kapellmeisters, musikalische Leiden" schildert die höllischen Qualen des Protagonisten an einem "hundsföttischen, nichtswürdig vergeudeten Abend" - einem der früher üblichen Hauskonzerte mit singenden Hausfrauen und Töchtern - und kommt zu dem Schluss: "Mit keiner Kunst wird so viel verdammter Missbrauch getrieben, als mit der herrlichen, heiligen Musika!"
Hans-Jürgen Schatz sprach seine Texte in souveräner, klarer und natürlicher Weise, ohne dabei ins "Rezitieren" zu verfallen. Es war eine Freude ihm zuzuhören.
Neue Presse Coburg