Das Mädchen erinnert, imaginiert, beschwört ein prekäres Beziehungsdreieck, in dem alle Opfer und Täter/Täterin zugleich sind. Die Autorin schreibt aus Kinderblick In knappen Szenen, die plastische Bilder wie Kurzfilme erzeugen, erschreckend und schön. Daheim ist erster Stock links. Und Krieg zwischen den Eltern. Der wird härter. Das Mädchen zwischen den Fronten. Die Fronten wechselnd. Die Zeit zwischen 8 und 18 Jahren. Hintangestellt die früheren Jahre, eingeschoben in kurzen Momenten die Vorgeschichte der Eltern. Kriegserfahrungen und Traumata, die in die Gegenwart und die nächste Generation hineinwirken. Im Anhang erzählen die "Kleinen Jahre" mit einem bildhaften Blick von der Zeit vor Beginn des Romans, den ersten Lebensjahren des Mädchens im Dorf. "Ohne Pathos, ohne Larmoyanz begibt sich die Autorin in ihrem Roman auf die Suche nach dem verlorenen Kind ... so sinnlich, dass man dort am liebsten ein bisschen wohnen bleiben möchte." (Esslinger Zeitung). Leserinnenstimmen: "Es hat mich aufgewühlt, diese kurzen, fast sachlich gehaltenen Sätze, die voller Untiefen waren. Du liest das und schon rotieren Gehirn und Gefühl." (Elisabeth) "Gefühlt habe ich keinen einzigen Satz gelesen, der nicht sofort den Puls erhöht hat." (Barbara)
(Dr. Hermann Kinder, in der Laudatio zum Thaddäus-Troll-Preis)
"... die normal-schreckliche und betörend schöne Szenerie der Kindheit ... Die Autorin schildert, was das kindliche Augenmerk schon immer wusste und sah, ohne zu richten und zu hadern." (Stuttgarter Zeitung)