Manche Häuser vergessen nie. Dieses hier erinnert sich an alles - sogar an das, was nie jemand erzählt hat.
Als Lany in das Elternhaus ihrer Freundin Cama zurückkehrt, wirkt zunächst alles vertraut: das knarrende Treppengeländer, der Duft nach altem Holz, die verblichene Blumentapete im Flur. Doch schon in der ersten Nacht geschieht Seltsames. Türen öffnen sich zu Räumen, die es gestern noch nicht gab. Im Kinderzimmer summt eine Melodie, die Lany nie gehört hat - und die sie trotzdem mitsingen kann. An den Wänden tauchen Szenen aus Camas Kindheit auf, von denen Cama selbst niemandem je erzählt hat.
Das Haus kennt ihre Geheimnisse. Und es hat beschlossen, sie nicht länger zu verschweigen.
Denn plötzlich beginnt es, Camas schlimmste Erinnerungen nachzustellen - Nacht für Nacht, Raum für Raum, immer echter, immer näher. Lany muss herausfinden, was damals wirklich geschah, bevor die Vergangenheit sie beide verschlingt.
"Was die Tapeten wissen" ist ein atmosphärischer Horror-Roman über Freundschaft, verdrängte Schuld und die Frage, wie viel ein Ort von uns behalten kann. Gänsehaut garantiert - perfekt für lange Herbstabende, gedämpftes Licht und alle, die gern ein bisschen zu spät das Licht ausschalten.
Trau keinem Haus, das dich beim Namen kennt.