Manche Stimmen sollte man nicht hören. Und manche Stimmen hören nie wieder auf.
Als Cama auf einem Flohmarkt ein altes Röhrenradio entdeckt, ist es Liebe auf den ersten Blick: dunkles Holz, eine vergilbte Skala und ein warmes Knistern beim Einschalten. Doch zu Hause wird schnell klar, dass mit dem Gerät etwas nicht stimmt. Egal, wie weit Cama am Regler dreht, das Radio empfängt nur einen einzigen Sender. Und auf diesem Sender spricht eine Frau.
Ihre Stimme ist leise, verzweifelt und seltsam vertraut. Sie kennt die knarrende dritte Treppenstufe. Sie weiß, wo Cama ihren Ersatzschlüssel versteckt. Und sie behauptet etwas Unmögliches: Sie sei gefangen, irgendwo in genau diesem Haus.
Ist es ein grausamer Scherz? Eine Erinnerung, die sich in den Wänden festgesetzt hat? Oder ruft da tatsächlich jemand um Hilfe, den niemand je vermisst hat? Je tiefer Cama der Frequenz folgt, desto dünner wird die Grenze zwischen Rauschen und Wirklichkeit. Und desto deutlicher spürt sie, dass die Stimme nicht die Einzige ist, die zuhört.
"Die Frequenz hinter den Wänden" ist ein atmosphärischer Gruselroman über Einsamkeit, vergessene Geheimnisse und die Frage, was ein Haus alles verschlucken kann. Perfekt für lange Herbstabende bei gedimmtem Licht.
Schalte ein. Wenn du dich traust.